Dienstag, 28. Juni 2011

Kirchen brauchen Störenfriede

Kirchen brauchen Störenfriede - das meint Pastor Dr. Deenabandhu Manchala, Referent des ÖRK für gerechte und integrative Gemeinschaften, aber nicht um des Störens willen: „Wir sollten in unseren Kirchen auch zukünftig die Rolle übernehmen, sie aus ihrer Selbstzufriedenheit aufzurütteln. Wir müssen Störenfriede sein und uns kontinuierlich dafür einsetzen, dass unterdrückerische Strukturen und Kulturen destabilisiert werden.“
Und damit meint er konkret den Rassismus in der Gesellschaft - auch bei uns.

Störenfriede in der Kirche gibt es viele; meist wird von rechter Seite jede Kritik an den kirchlichen Strukturen so bezichtigt. Aber allzuoft blicken auch - meine ich - die Störenfriede schon gar nicht mehr über den kirchlichen Tellerrand. Störenfriede in der Gesellschaft sollen wir sein, und darum auch in der Kirche manchmal stören, wenn es darum geht, "sie aus ihrer Selbstzufriedenheit aufzurütteln."

Aber das ist wohl ein doppelter Traum, und vielleicht schon unrealistisch. Dabei ist das ganz genau die Kirche, wie sie sich vor noch nicht mal 50 Jahren selbst definiert hat...

3 Kommentare:

Ameleo hat gesagt…

Interessante und wichtige Gedanken unter einer genialen Überschrift! Ich habe deinen Post bei mir weitergeführt, die Überschrift aber beibehalten. Was Besseres gibts da einfach nicht. Danke!

Stefan Silber hat gesagt…

Ja richtig. Mit einem kleinen Widerspruch: Wir leben immer noch in biblischen Zeiten. Die waren nämlich auch nicht anders als unsere. Wir sollten nicht meinen, die "Zeit der Bibel" sei irgendwie als Heils- und Offenbarungszeit qualifizierter als unsere Zeit. Deswegen brauchen wir die Störenfriede ja auch heute!
Ansonsten danke für die Vertiefung meines posts!

Diesen Kommentar wollte ich eigentlich auf deinem blog abgeben, aber das hat technisch nicht geklappt. Keine Ahnung, was ich da falsch gemacht habe...

Ameleo hat gesagt…

Ich hab deinen Kommentar rübergeholt und unter den Artikel gestellt.